Tom Clancy’s Commander-in-Chief

Wie ich ja bereits angekündigt hatte, habe ich auch Tom Clancy’s Commander-in-Chief gelesen. Dies ist deutlich besser als Under Fire.
Auch diesmal hat man wieder das Gefühl, dass Tom Clancy oder nun seine Nachfolger im Geiste, in die Zukunft sehen können. Das Buch besteht wie so oft bei Tom Clancy aus verschiedenen Handlungssträngen, die später zusammen laufen.

Panama Papers

So dreht sich ein Handlungsstrang darum, dass der amtierende russische Präsident sein Geld in Sicherheit bringen will. Er nutzt dazu einen Dienstleister auf den British Virgin Islands, der das Geld kurzfristig in Bitcoins umtauscht, um es dann in diverse Scheinfirmen zu stecken. Die Panama Papers lassen grüßen…

Nicht überragend, aber lesenswert

Klar, das Niveau der ursprünglichen Clancy-Romane wird nicht mehr gehalten. Aber dennoch ist das Buch recht lesenswert und für Clancy-Fans ein Muss!

Grant Blackwood: Tom Clancy – Under Fire

Mit Tom Clancy – Under Fire hat Grant Blackwood einen weiteren Roman im Tom Clancy-Universum geschrieben. Er dreht sich nur um Jack Ryan Jr. und ein wenig um den „Campus“.
Ich war ja sehr skeptisch. Die Bewertungen auf Amazon waren unterirdisch. Da mit Tom Clancy’s Commander-in-Chief (dazu später mehr) bereits ein weiterer Roman in eben diesem Universum erschienen ist, der deutlich bessere Bewertungen erhalten hatte, überlegte ich doch stark, ob ich nicht Under Fire überspringen sollte.

Ich habe es nicht getan. Auf goodreads.com wurde das Buch immerhin mit 3 bis 4 Sternen beurteilt. Nachdem ich es gelesen hatte, musste ich gestehen, toll ist’s nicht. Es ist manchmal etwas sehr verwirrend.
Da ich aber jetzt bereits mit Commander-in-Chief angefangen habe, muss ich sagen, dass es eine gute Idee war. Schließlich taucht hier eine Person auf, die in Under Fire eingeführt wurde.

Wer also einen gewissen Vollständigkeitsfimmel hat, sollte das Buch lesen. Man erwarte aber bitte keinen Roman wie Jagd auf Roter Oktober… 😉

Tom Clancy: Command Authority

Dieser letzte Roman von Tom Clancy spielt ein weiteres Mal um die beiden Jack Ryans. Jack Ryan Sr. ist weiterhin US-Präsident, sein Sohn Jack Ryan Jr. arbeitet nach seinem Ausscheiden aus dem Campus in London bei einer Firma, bei der er die Enteignung westlicher Firmen in Russland untersuchen soll.

Grundproblem des Buches ist das Machtstreben des russichen Präsidenten, der zum einen im Baltikum einmarschierte, dort sich aber wegen des beherzten Eingreifens von Jack Ryan Sr. zurückziehen musste. Daher versucht er es nun in der Ukraine.

In diese Geschichte eingebettet ist eine, die 30 Jahre früher spielt: Jack Ryan Sr. ist als Verbindungsmann der CIA beim MI6 in London tätig und gerät dabei Machenschaften in der Schweiz und Berlin auf die Spur, die ihre Wirkung in der Gegenwart noch haben. Die deutsche RAF spielen dabei ebenso wie der KGB und das MfS eine Rolle.

Das Buch ist wieder ziemlich lang. (Ich hab’s auf dem Kindle gelesen, daher weiß ich nicht, wie dick das Buch ist;-)) Es liest sich aber flüssig, und man will es eigentlich nicht aus der Hand legen. Betrachtet man die aktuellen Ereignisse in der Ukraine, ist es wieder erschreckend, wie nahe Tom Clancy mit seinen Romanen an der Realität ist. Das zeigt sich auch daran, dass im Roman Bewegungsprofile von Handies mit denen von bekannten „bösen Buben“ abgeglichen werden, um an weitere beteiligte Personen zu kommen. Erst kürzlich konnte man über dieses Vorgehen durch die NSA in den Snowden-Papieren lesen.

Es bleibt zu hoffen, dass auch nach dem Tode Tom Clancys Mark Greaney die Serie fortführen will und darf und dass weitere spannende Bücher entstehen werden.

 

Tom Clancy: Gegen alle Feinde

Gegen alle Feinde ist der Titel des neuen Romans von Tom Clancy. Er spielt wieder im „Jack-Ryan-Universum“, wenngleich hier komplett neue Charaktere auftreten.

Der Held dieses Romans ist Max Moore, ein ehemaliger SEAL, der nun für die CIA arbeitet. Der Roman beginnt zuächst im mittleren Osten, wo Max Moore gegen Al-Kaida den Kampf gegen den Terrorismus ausficht.

Er wird davon allerdings abgezogen und soll nun ein mexikanisches Drogenkartell bekämpfen, das mit afghanischen Terroristen zusammenarbeitet und deren Opium verkaufen soll.

Dies wird in aller Länge dargestellt. Unabhängig davon gibt es aber weiterhin einen Handlungsstrang terroristischer Natur, der aber zunächst nicht mit dem anderen zusammenpasst.

Erst ganz zum Schluss laufen diese beiden Stränge zusammen, wenn es (Achtung Spoiler:) um die Fortsetzung des 11. September geht.

Auch diesmal spielen abstürzende Flugzeuge eine Rolle — diesmal aber eher in der Gestalt „effektiver Bekämpfung von Fluglärm“. Man kann sich nur wünschen, dass Tom Clancy diesmal nicht wieder in die Zukunft blicken kann.

Insgesamt besteht ein Ungleichgewicht der beiden Handlungsstränge. Irgendwie passt das nicht zusammen. Hat man alle anderen Jack-Ryan-Romane gelesen, so wird man auch diesen lesen. Werbung für Tom Clancy Romane ist er aber nicht.

Tom Clancy: Dead or alive

Der aktuelle Roman von Tom Clancy: Dead or alive ist eine positive Überraschung. Nachdem die letzen Jack Ryan-Romane ja leider nicht die Qualität der ersten Jack Ryan-Romane halten konnten, kann man dieses Buch wieder voll und ganz empfehlen.

Im Mittelpunkt steht diesmal auch wieder Jack Ryan jr. Allerdings kommen auch John Clark und Ding Chavez zu tragenden Rollen.

Clancy wählt als Thema dieses Romans wieder den Terrorismus gegen die USA. Hier soll der „Emir“, der Staatsfeind Nummer eins der USA gejagt werden. Jeder kann sich ausmalen, wer sich dahinter verbirgt.

Man kann sich nur wünschen, dass dieser Roman diesmal nicht Wirklichkeit wird, wie dies ja leider bei „Ehrenschuld“ (engl. Debt of Honour) der Fall war.