Mich wunderte, warum die Paketverluste nur in einer Richtung festzustellen sind. Ich bat daher Herrn Vollmar, mir ein Traceroute aus seiner Richtung zu senden. Das Bild sieht damit wie folgt aus:

1 83.151.25.1 (83.151.25.1) 1.181 ms 0.756 ms 0.668 ms 2 RS8000.AS33956.v-bone.net (80.244.255.241) 0.743 ms 0.248 ms 0.410 ms 3 nbg-s1-rou-1071.DE.eurorings.net (134.222.107.33) 0.545 ms 0.707 ms 0.538 ms 4 nbg-s1-rou-1073.DE.eurorings.net (134.222.228.78) 12.685 ms 176.699 ms 11.064 ms 5 ffm-s1-rou-1021.DE.eurorings.net (134.222.228.69) 4.611 ms 4.358 ms 4.118 ms 6 ffm-s1-rou-1022.DE.eurorings.net (134.222.231.142) 4.484 ms 4.425 ms 4.324 ms 7 ffm-s2-rou-1001.DE.eurorings.net (134.222.231.214) 4.969 ms 4.574 ms 4.491 ms 8 ffm-s2-DTAG-gw.DE.eurorings.net (134.222.105.234) 4.404 ms 4.007 ms 4.189 ms 9 F-EA3.F.DE.net.DTAG.DE (193.158.5.21) 9.031 ms 8.824 ms 9.169 ms 10 f-ea1.F.DE.net.DTAG.DE (62.154.17.182) 9.848 ms 9.893 ms 10.129 ms 11 217.0.66.1 (217.0.66.1) 20.557 ms 13.207 ms 9.917 ms  

Man sieht, dass der Rückweg ein völlig anderer ist als der Hinweg. Hier kommt der vermeintliche Problempunkt 62.156.139.98 nicht vor. Allerdings sollten die Rückpakete diesen beim Rückweg passieren und dann Gefahr laufen, verworfen zu werden.

Neues gibt es auch vom Ticket bei der T-Kom zu berichten: Ich erhielt gestern nachmittag eine Mail, dass kein Fehler bei meinem DSL-Anschluss festgestellt werden konnte und das Ticket daher nun geschlossen werde. Als Krönung stand (allerdings erst ca. 2 Stunden später) statt der 6 Mbit/s nur ca. 1-2 MBit/s zur Verfügung. Nach weiteren 4 Stunden hat sich dies aber von alleine behoben. Mir sagte früher mal ein T-Com Techniker, dass die Anschlüsse immer erst auf 1 MBit/s gestellt werden und dann innerhalb von 24 Stunden ihre richtige Einstellung erhalten.

Ich habe nun heute mein Glück nochmal mit einer neuen Meldung versucht. Mal schauen, vielleicht liest sie ja diesmal einer.

 

Gestern abend habe ich dann eine Störungsmeldung aufgemacht. Dies ging leider nicht über meine Kundennummer. Es gab nur die Meldung

Unser System kann leider die von Ihnen eingegebenen Daten nicht finden. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben auf Richtigkeit und versuchen Sie es erneut.

Naja, also alles händisch eingegeben. Ich habe alles beschrieben und darauf hingewiesen, dass es wohl kein Problem des DSL-Anschlusses ist.

Nach dem Absenden gab's eine Mail, ich möge doch bitte im Internet den Status verfolgen. Gesagt – getan. Leider klappte das noch immer nicht. Ich rief daraufhin bei der Hotline an, um klären zu lassen, wieso das denn nicht geht. Nach 5 Minuten in der Warteschleife (das war das erste Mal, dass es mir bei der Telekom so erging!) mit der Ansage, ich möge es doch bitte im Internet versuchen, hatte ich einen Mitarbeiter in der Leitung. Er konnte mir nicht erklären, warum das im Internet nicht geht. Er wollte mir gleich bei meinem eigentlichen Problem helfen. Ich habe es ihm dann nochmal geschildert. Da erkannte er, dass er ja gar nicht meinen Anschluss durchmessen muss. Richtig, sagte ich ihm. Mir sei schon klar, dass er mir im Zweifel nicht direkt helfen kann. Er möge aber doch bitte das Problem an die passende Stelle weitergeben. Er versprach, sich kundig zu machen und mir bescheid zu geben.

In der Tat rief er zehn Minuten später an und meinte, es gebe tatsächlich eine Stelle, die dafür zuständig sei. (Wäre auch traurig gewesen, wenn es sie nicht gäbe…) Aber dahin könne ich mich nicht direkt wenden. Er werde dies tun. Man werde sich bei mir melden.

Dies ist der Stand von gestern 20:10 Uhr. Seitdem hat sich nichts getan….

Ich wollte nun wegen meines Problems mit der Anbindung meines vservers eine Meldung bei der T-com aufmachen. Also rief ich die Seite zur Meldung einer Störung auf. Das Ergebnis zeigt der folgende Screenshot:

t-com Störungsmeldung

Dieses Thema wird immer verworrener: Heute gab es den ganzen Tag eigentlich kaum eine Zeit, in der die Anbindung konstant war. Die folgende Smokeping-Grafik verdeutlicht dies:

Smokeping

Nur nachts von 0:00 Uhr bis morgens bis ca. 9:00 Uhr "rauchte" es nicht und es traten keine Paketverluste auf. Dies passt zu der seit gestern abend durchgeführten Messung per Smokeping auf ICMP-Basis:

Smokeping ICMP

Nachts ist alles im Lack; es treten keine Paketverluste auf. Tagsüber raucht es zwar nicht mehr, aber statt des Grüns wird die Kurve türkis: Paketeverluste.

Betrachten wir nun mal den Lauf der Pakete genauer. Ein mtr -r -c 250 www.jerrywho.de erbrachte eben die folgenden Daten:

HOST: firewall                    Loss%   Snt   Last   Avg  Best  Wrst StDev   1. ???                          100.0   250    0.0   0.0   0.0   0.0   0.0   2. 217.0.66.2                    0.0%   250    6.5   7.0   6.0  86.0   5.1   3. l-eb1.L.DE.net.DTAG.DE        0.0%   250   13.2  13.5  12.1  91.8   5.3   4. 62.156.139.98                 5.2%   250   14.0  15.0  13.8  93.0   5.2   5. kpn.dhk.nbg.v-bone.net        6.8%   250   14.8  15.4  13.8  94.3   5.9   6. AS33956.RS8000.v-bone.net    12.8%   250   15.5 107.4  14.3 3779. 500.0   7. m15s09.vlinux.de              6.8%   250   14.7  15.8  14.1  95.2   9.0    

 

  • Diese Daten habe ich direkt von meiner Astaro Firewall aus gewonnen. Da bei der Astaro normalerweise kein mtr mitgeliefert wird, habe ich auf einem anderen Linux-System das mtr statisch kompiliert. (Per LDFLAGS=-static ./configure -without-gtk –with-curses )
  • Von einem System hinter der Firewall findet man Paketverluste direkt von der Firewall. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, da selbst ein Flood-ping (per ping -f) zu keinen Paketverlusten führt. Da ich aber diesen Effekt, vom ersten Hop Paketverluste gemeldet zu bekommen, auch auf einem ganz anderen System in einem anderen Netz gesehen habe, tippe ich hier auf einen Fehler im mtr.

Betrachtet man sich die Hops oben, so sieht man, dass das Übel an der vierten Stelle am Hop 62.156.139.98 seinen Lauf nimmt. Dieser gehört noch zum Netz der DTAG. Die Paketverluste aller dahinterliegenden Hops lassen sich durch den Fehler weiter vorne erklären.

Aber wie kann es dann sein, dass der sechste Hop (AS33956.RS8000.v-bone.net) mehr Paketverluste vorzuweisen hat als der siebente (m15s09.vlinux.de)? Sollte dies ein Einzelfall sein?

Smokeping 2 ICMP

Hier sieht man, dass bei diesem Hop immer Paketverluste bestanden, auch zu den nächtlichen Stunden, an denen der dahinterliegende Hop keine Paketverluste hatte.

Herr Vollmar von vollmar.net, der mir immer innerhalb kurzer Zeit antwortet, richtete auch ein Smokeping ein, das von seiner Seite den aus seiner Sicht letzten Hop überwacht. Dies ist nicht etwa die 217.0.66.2 sondern die 217.0.66.1. Er tippt auf ein Problem bei der DTAG in Frankfurt. Der augenscheinliche Überltäter (62.156.139.98) scheint dem Namen des nächsten Hops nach aber bereits in Nürnberg zu stehen.

Ich bin von der Theorie noch nicht überzeugt, dass es ein Problem in Ffm mit dem DSL-Anschluss ist. Sieht man sich das HTTP-Smokeping an, das auf einen Frankfurter Server geht, so sieht man, dass da alles im grünen Bereich ist. (Achtung andere Zeitskala!)

Smokeping 2

Mal schauen, was denn die T-com zu meinem Phänomen sagt.

Die gestern geschilderten Probleme im Netz der DTAG haben im Laufe des Abends massiv zu genommen. Um das Ausmaß zu verdeutlichen, hier das Ergebnis der Smokeping-Messung. Ab 1:00 Uhr neute nacht war alles okay. Gegen Morgen traten dann die Probleme wieder auf.

Smokeping-Grafik

Auch heute abend treten wieder erhebliche Paketverluste auf. Ich habe nochmal Kontakt zu meinem vServer-Provider vollmar.net aufgenommen. Herr Vollmar gab mir den Tipp, die DTAG mit Support-Anfragen "zu nerven", damit sie endlich in die Pötte kommt. Ich habe allerdings wenig Hoffnung, dass ich als armer DSL-Nutzer dort etwas ausrichten werde.

Zur Verdeutlichung des Problems hier nochmal ein aktuelles Bild meines Smokepings:

Smokeping

Ich habe neben dem HTTP-Ping nun auch noch ein normales Smokeping laufen, das "normale" ICMP-Pakete verschickt. Auch dort sehe ich die Paketverluste. Aus der Gegenrichtung sieht man sie angeblich nicht.

Seit einer Woche treten nun in der Anbindung meines vServers aus dem Netz der DTAG beim Übergang zu KPN Paketverluste auf. Diese führen dazu, dass dieses Blog zum Teil sehr schwer erreichbar ist.

Ich habe daraufhin letzte Woche mit dem Support von vollmar.net Kontakt aufgenommen. Obwohl die normalen (sagen wir mal tariflichen ;-) Arbeitszeiten schon lange vorbei waren, habe ich innerhalb kürzester Zeit eine Antwort erhalten. Die Probleme waren weg, als das Routing statt über KPN über Tiscali lief.

Am nächsten Abend traten ähnliche Probleme auf. Auch hier waren sie wieder verschwunden, nachdem das Routing erneut über Tiscali lief. Laut Herrn Vollmar hat KPN sein Netz überprüft und den Fehler im Netz der DTAG ermittelt.

Daraufhin habe ich nun mal eine E-Mail an die DTAG geschrieben mit der Bitte um Untersuchung. Mal schauen, was daraus wird….

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