Der Lilith-Code von Martin Calsow

Der Lilith-Code von Martin Calsow weiß nicht so ganz, was es werden soll: Ein Polit-Thriller oder eher ein Mystery-Thriller.

Zum einen dreht es sich um den Versuch, einen arabischen Staat bzw. eine Allianz von Libyen bis nach Syrien zu gründen. Zum anderen tauchen aber auch Dokumente auf, die an den Grundfesten des Islam rütteln sollen. Schließlich kommt auch noch ein mystischer Touch in Form eines Teufelskults ins Spiel.

Man hat das Gefühl, dass das alles nicht so recht zusammen passt. Einer dieser drei Teile ist zu viel. Aber selbst dann fragt man sich an der einen oder anderen Stelle „warum“. So erscheint das Handeln der einzelnen Staaten beim Nahost-Konflikt recht willkürlich zu sein. (Okay, dafür ist’s auch der Nahost-Konflikt …)

Erschwerend kommt noch hinzu, dass dieses Buch sich bereits historisch überholt hat. Bashar al Assad wird im Roman als eigentlich recht vernünftiger Präsident Syriens beschrieben, der der Region Frieden geben will. Leider hat er im Bürgerkrieg in Syrien ein völlig anderes Gesicht gezeigt. Aber das sollte man nicht dem Autor anlasten. Es verwirrt nur beim Lesen.

 

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