Salim Güler: Nächtenliebe

Bei Nächstenliebe von Salim Güler handelt es sich um einen „Kirchen-Mystery-Thriller“, wie so viele zur Zeit entstehen. Ich habe ihn kostenlos als Amazon Prime-Mitglied auf dem Kindle gelesen.

Vorneweg eine Warnung: Der Einstieg in diesen Roman ist sehr anstrengend. Hat man aber erst mal die ersten drei Viertel des Buches gelesen, packt es einen doch und man will wissen, wie es denn weitergeht. Doch vorher ist es einfach nur Arbeit: Zu viele Handlungsstränge, die man überhaupt nicht einordnen kann, verwirren den Leser zunächst. Zumal die Handlungsstänge sich teilweise kreuzen. Der Leser erkennt aber nicht, wieso.

Inhaltlich dreht es sich um — man muss schon sagen — mal wieder um ein Dokument, dass belegen soll, dass nicht Petrus derjenige ist, der nach dem Tode von Jesus die Kirche anführen sollte, sondern Maria Magdalena. In diesem Fall ist es ein Tagebuch von Maria Magdalena. Dieses Buch ist Ziel von mehreren Personen, die es ihre Hand haben wollen. Gleichzeitig wird daraus vorgelesen.

Inhaltlich liefert der Roman nichts Neues. Er ist einer von vielen. Von der Erzählweise ist er einfach zu sehr in die Länge gestreckt. Wie viel lesen will, soll den Roman lesen. Ansonsten ist er anfangs zu anstrengend.

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