John le Carré: Empfindliche Wahrheit

Empfindliche Wahrheit begint wie die meisten Romane von John le Carré eher langsam. Man weiß nicht so recht, wie sich das Buch entwickeln wird. Es wird sich schon irgendwie um Spionage handeln — schließlich ist es ein Carré. Wer das Buch noch nicht kennt, sollte vorab wissen, es lohnt sich zu lesen.

Hier sollte man nicht weiterlesen, wenn man sich überraschen will.

Achtung Spoiler:

Diesmal dreht es sich um den sogenannten „Kampf gegen den Terror“ bzw. um die Folgen. Ein Terrorist soll in einer Geheimoperation gefangen genommen werden. Die Operation wird aber teilweise von einer privaten Söldnertruppe durchgeführt. Im Buch heißt es so schön, „das waren keine Profis, das waren Profiteure“.

Im weiteren Verlauf dreht es sich dann um die Frage, ob bei der Operation etwas schiefgegangen ist (na klar)  und wie das dann vertuscht werden soll. Ein besonderes Augenmerk fällt dann auf die — nicht zu letzt durch Labour-Regierung um Tony Blair — extrem verschärfte Gesetzgebung rings um solche Geheimoperationen.

Dieser Roman trifft genau ins Mark der immer weiter beschnittenen Bürgerrechte in den westlichen Demokartien. Das Buch liest sich gut, wenngleich man sich anfangs an den Schreibstil gewöhnen muss.

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