Mit R Google Analytics Daten auswerten

Vor einiger Zeit berichtete ich ja schon mal, wie man bequem mit der Statistik-Sprache R Daten direkt aus Google Analytics laden und dann auswerten kann.

Dazu  gibt es das Projekt r-google-analytics. Doch leider funktioniert dies nicht mehr, seit Google die Version 2.3 der Google Analytics API abgeschaltet hat. Es gibt nun nur noch die Version 2.4 und die Version 3.0 der API, mit denen man an die Google Analytics Daten kommt.

Die Veränderungen von Version 2.3 nach Version 2.4 sind relativ gering. So muss man nun seine App bei Google registrieren und bei jeder Anfrage deren Kennung mitschicken. Über diese Variante werden die Zugriffe auf die API limitiert.

Version 3.0 baut hingegen konsequent auf OAuth2. Das mag für Webapps und mobile Apps ja ganz nett sein. Für server-seitige Programme hingegen ist dieses Verfahren aber völlig blödsinnig. Es gibt zwar nun auch „service-Apps“. Allerings funktionierte dies nicht für Google Analytics, als ich mich damit vor einem halbe Jahr befasste.

Da ich meine R-Skripte, die mit Version 2.3 wunderbar liefen, weiterverwenden wollte und die Entwicklung von r-google-analytics anscheinend eingeschlafen ist, habe ich einen Fork dessen auf github eingerichtet. Unter https://github.com/JerryWho/rgoogleanalytics findet man meine Anpassungen an r-google-analytics — nun unter dem Namen rgoogleanalytics –, so dass man via API v2.4 weiterhin Daten abrufen kann.

Unter https://github.com/skardhamar/ga-auth-data gibt es einen Ansatz, um via API v3.0 Daten abrufen zu können. Allerdings muss man hier erstmal ziemlich viel manuell machen, um eine gültige Anmeldung zu erreichen: So muss man nach dem Eintragen diverser Ids und Secrets manuell eine R-Funktion aufrufen, die ihrerseits einen Browser startet. Darin muss man dann den Zugriff geähren. Man kommt dann auf eine Fehlermeldungs-Seite, aus dessen Url man einen Parameter extrahieren muss, den man dann wieder im R-Skript eintragen muss.

Obwohl mir dies alles gelungen ist, habe ich es bisher nicht geschafft, eine Abfrage darüber abzusetzen. Obiges Vorgehen zeigt aber m.A. nach schön, wie blödsinnig OAuth2 für solche Anwendungen ist.

Nele Neuhaus: Tiefe Wunden

Der dritte Band der Bodenstein/Kirchhoff-Krimis von Nele Neuhaus Tiefe Wunden ist etwas umfangreicher als die ersten beiden Bände, so dass ich mich hier etwas länger durchkämpfen musste.

Dafür ist er inhaltlich etwas tiefer angelegt. Bei einem ermordeten Juden wird bei der Obduktion der Leiche eine Blutgruppen-Tätowierung festgestellt, wie sie bei SS-Angehörigen der Fall war.  Ein zweiter Mord deutet schnell auf einen weiteren Ewig-Gestrigen hin.

Alles dreht sich um eine alte Adelsfamilie aus Ostpreußen. Die Polizei stochert im Nebel, während weitere Morde geschehen, die teilweise nichts mit den ersten zu tun scheinen.

Die Handlung ist abermals sehr verworren aber nachvollziehbar, wenn gleich der Schluss wieder sehr überraschend ist und man eigentlich das Buch nun noch mal lesen müsste, um zu sehen, ob das alles stimmig ist.

Fazit: Eine kurzweilige Unterhaltung.