Erfahrungen beim Wechsel von Snow Leopard auf Lion

Wie ich vor einiger Zeit bereits angekündigt hatte, habe ich auf einem MacBook Pro von Mitte 2009 den Wechsel von Mac OS X Snow Leopard auf Lion vollzogen. Grund dafür war der Einsatz von RubyMotion, das seinerseits die aktuelle Fassung von Xcode erwünscht, das eben nur unter Lion zur Verfügung steht.

Hier will ich nun kurz aufzeigen, über welche Fallstricke ich dabei stolperte:

Der Lüfter

Der Lüfter schien nach dem Upgrade auf Dauerbetrieb zu laufen. Es lief offensichtlich keinerlei Anwendung, die dies zu rechtfertigen schien. Beim näheren Hinsehen fiel aber dann doch der Prozess mdworker auf. Die Spotlight-Suche erstellte einen neuen Index. Angezeigt wird dies dann auch dadurch, dass oben rechts die Lupe von Spotlight in der Mitte einen Punkt hat.

Nachdem der Index erstellt war, beruhigte sich der Lüfter auch wieder.

Xcode

Also habe ich als nächstes die aktuelle Version von Xcode installiert. Dann schnell über Alfred gestartet. Allerdings kam immer noch die alte Xcode Version. Das neue Xcode wird nämlich an anderer Stelle installiert. Neuerdings liegt es auch unter /Applications. Das alte findet man hingegen unter /Developer/Library.

Wie deinstalliert man also nun die alte Fassung?
Xcode Deinstallation

Das neue Xcode will die alte Fassung deinstallieren (vgl. Screenshot). Doch leider führt das nicht zum erhofften Erfolg. An irgendeiner Stelle scheitert die Deinstallation.

Schnell nachgegoogelt liefert die folgende Befehlszeile

sudo /Developer/Library/uninstall-devtools –mode=all

Und damit gab’s also nur noch eine Xcode Version — hurra!

Laufzeitumgebungen nachinstallieren
Mac OS X 10.7 Core Library

Nach der Installation des reinen Xcode muss man nun noch die verschiedenen Laufzeitumgebungen nachinstallieren. Aber auch hier hapert es mit dem Automatismus. Die Mac OS X 10.7 Core Library ist nicht verfügbar! Mittlerweile ist das wohl auch dann bis Cuppertino vorgedrungen, so dass der Download nun immerhin anstartet…

Verlorene Verknüpfungen

Die Verknüpfung von z.B. der Dateiendung .xls zu Libre Office war nach dem Update nicht mehr vorhanden. Ich musste Libre Office allein öffnen und darin dann das Excel-Sheet öffnen. Danach funktionierte auch wieder ein Doppelklick auf die Excel-Datei selbst.

Lokale Snapshots von TimeMachine

Seit Lion erstellt TimeMachine nun auch lokale Snapshots als Backup, selbst wenn das TimeMachine-Laufwerk nicht angeschlossen ist. Das führt aber auf der anderen Seite dazu, dass der Rechner nach dem Aufwecken erstmal eine recht hohe Last hat, weil der erstmal über die gesamte Platte rennt und eben diesen Snapshot anlegt. Dieses Feature lässt sich aber deaktivieren (zumindest indirekt über den Batteriebetrieb oder via Kommandozeile). Genaueres kann in dieser schönen Beschreibung der TimeMachine Änderungen unter Lion lesen.

Trackpad-Bedienung

Zu den größten Umstellungen in der Bedienung ist es beim Trackpad gekommen. So ist nun standardmäßig das Zwei-Finger-Scrollen logisch genau umgekehrt worden. Es verhält sich nun so wie auf dem iPad. Man dies in der Systemeinstellung aber wieder zurückdrehen.

Viel schwerwiegender ist aber, dass nun das Navigieren durch die einzelnen Applikationen via drei-Finger-Wischgeste nicht mehr funktioniert. Diese sind nun nur noch für Applikationen im neuen Vollbildmodus vergesehen.

Will man das alte Verhalten weiterhin nutzen, ist man auf Dritt-Anbieter angewiesen wie zum Beispiel das BetterTouchTool.

Fazit

Insgesamt erscheint die gesamte Bedienung des Rechners nun sehr viel hakeliger. Ich habe bisher keine einzige Neuerung gefunden, die das Update gerechtfertigt hätte – mit Ausnahme der von Apple erzwungenen Xcode-Version.

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