Daniel Suarez: Darknet

Als Fortsetzung seines Romans Daemon steigt der Leser von Darknet direkt dort ein, an dem der Leser am Ende von Daemon mehr oder weniger allein gelassen wurde. Es ist daher mehr als eine einfache Fortsetzung. Ich möchte es eher als den Schluss von Daemon bezeichnen als als Fortsetzung.

Allerdings wandelt sich das Genre des Romans. Hatte man bei Daemon zumindest anfangs noch das Gefühl, dass es sich um einen Krimi oder Internet-Thriller handelt, so ist Darknet eher als Science Fiction der sehr nahen Zukunft zu sehen. Suarez übt darin Kritik an unserer jetzigen Weltordnung, in der immer häufiger Multi-nationale Konzerne an Bedeutung gewinnen, die demokratisch gewählten Regierungen hingegen an Bedeutung verlieren und in den Hintergrund treten.

Während des Lesens ist der Leser hin- und hergeworfen, wenn er versucht, das Gute und das Böse zu erkennen. Die Grenzen verschieben sich laufend, und man laufend seine Einschätzung revidieren.

Insgesamt handelt es sich um ein lesenswertes Buch. Es ist spannend bis zum Schluss. Allerdings war ich doch enttäuscht, da ich mir einfach ein ganz anderes Genre erwartet hatte.

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