Registax V4

Aufgrund des Artikels von Donal C. Parker in Sky & Telescope, January 2007 "How to Process Planetary Images" habe ich mir das dort vorgestellte RegiStax herunter geladen. Ich bin recht angetan über den Funktionsumfang. Es liefert auch ansprechende Ergebnisse beim Mitteln der einzelnen Aufnahmen, die per Webcam gemacht wurden.

Seit einigen Jahren nehme ich zusammen mit einem Partner Planeten mit Hilfe einer Aldi Webcam "Tevion MD9308" auf, um durch die kurze Belichtungszeit, die Luftunruhe "einzufrieren". Die einzelnen Aufnahmen, habe ich bis jetzt immer per Hand sortiert, um nur die schärfsten Aufnahmen weiterzuverarbeiten. Diese Auswahl habe ich dann durch ein per Perl gesteuertes GIMP geschärft, um sie dann durch ein selbst geschriebenes Programm zu zentrieren und dann zu mitteln. Dies brachte einige schöne Planetenaufnahmen zustande, die es sogar in Sterne und Weltraum bzw. in Ahnerts Astronomisches Jahrbuch geschafft haben.

Sehr mühsam war dabei immer die Handauswahl der Einzelbilder. Bereits sehr früh habe ich mit GIOTTO von Georg Dittié versucht, dies zu automatisieren. Leider führte dies bei unseren Rohdaten nicht zum gewünschten Erfolg. Mir ist bis jetzt auch schleierhaft, wie ein Programm die Schärfe eines Bildes beurteilen kann. Es kursierte mal das Gerücht, es sei recht leicht, wenn man die File-Größe eines jpg-Bildes betrachtet. Je größer diese ist, umso mehr Details besitzt das Bild. Dies konnte ich aber widerlegen, indem ich dies bei einer Kollektion von Rohdaten ausprobierte. Signifikant war die File-Größe nicht.

Ein weiteres Novum bei RegiStax scheint mir die Ausrichtung an mehreren Punkten zu sein. Bei Mondaufnahmen fällt sehr schnell ein "Wabern" des Bildes auf. Zentriert man die Einzelbilder auf einen Krater hin, so wird das Summenbild mit wachsendem Abstand immer unschärfer. Hier hatte ich mir bereits überlegt, dass man am besten jedes Bild in mehrere Teilbilder zerlegt und dieses dann jeweils zentriert und mittelt. Wenn dies aber bei RegiStax bereits erfolgreich implementiert ist, brauche ich es ja nicht mehr zu machen … 😉

Ich werde mir nun auf jeden Fall das recht umfangreiche Manual zu Gemüte ziehen.

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