Opera Mini für den Blackberry

Ich habe mir kürzlich den Opera Mini für meinen Blackberry 7290 installiert. Die Installation war recht simpel. Man geht direkt auf mini.opera.com mit dem Blackberry-eigenen Browser und kann von dort den Browser per Klick installieren.

Nach der Installation muss man dann noch die Bedingungen akzeptieren. Bereits hier fällt auf, dass es sich nicht um eine native Blackberry Anwendung handelt. Ein Scrollen per Leertaste ist nicht vorgesehen. Man scrollt sich mit dem Rad durch den Text. Auch die URL-Eingabe ist etwas ungewöhnlich: Man gelangt über das Menü auf eine bis auf ein www. leere Seite, auf der man dann die URL eingibt. Auch hier funktionieren die pfiffigen Blackberry Hilfen nicht. Statt einfach die Leertaste für einen Punkt in der URL zu tippen, muss man wirklich per Shift-M den Punkt tippen. Hat man dann die Seite gelesen, die wirklich schön gerendert dargestellt wird, kann man den Browser nicht per ESC-Taste beenden, um zu einer anderen Anwendung zu kommen.

Auch beim Laden der Seite geht der Browser einen nicht-Blackberry Weg. Er baut vielmehr eine TCP/IP-Verbindung direkt mit Opera auf (zum Beispiel mit p10-04.opera-mini.net). Von dort wird dann auf die eigentliche Seite zugegriffen, klein gerechnet und zum Blackberry übertragen. Insbesondere nutzt er nicht den Blacberry Enterprise Server (BES), über den normalerweise die Kommunikation mit den Blackberry Clients läuft. So ist es nicht möglich, mit dem Opera Mini auf Seiten im Intranet zuzugreifen. Auch dürfte die Point-to-Point Verschlüsselung, die ja sonst zwischen Client und BES besteht, nicht gegeben sein.

Dies sind alles Punkte, die den großen Vorteil der besseren Darstellung gegenüber dem normalen Blackberry Browser schmälern. Sie können den Einsatz im Firmenumfeld sogar verbieten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *